Warum ich nicht mehr plane, was ich tun muss – sondern wähle, was ich leben möchte.
Früher habe ich To-do-Listen geschrieben,
die lang, detailliert und ehrgeizig waren.
Oft hatte ich am Abend das Gefühl, wieder nicht genug geschafft zu haben.
Heute schreibe ich mir etwas anderes auf:
Eine To-Want-Liste.
Sie fragt: was möchte ich in meinem Leben nähren?
Sie fragt nicht nach dem, was ich tun soll.
Gerade für mich als sensiblen Menschen macht das einen großen Unterschied.
Ich habe mir die Zeit genommen und für die nächsten drei Monate hin gespürt:
Was will wirklich gelebt werden – beruflich und privat?
Meine To-Want-Liste – Business
1. Ich wähle eine Geschichte, die in die Welt will.
Ich beginne, eine Geschichte aus meinem Buch Papa, ich kann nicht schlafen als Bilderbuch zu sehen – mit einer Rohfassung und ersten Bildideen. Ohne Druck, ohne Perfektion. Nur mit Hingabe.
2. Ich gehe sanft, aber verbindlich in die Sichtbarkeit.
Ein Blogartikel pro Woche ist mein Anker. Alles Weitere – WhatsApp-Status oder vielleicht Instagram – darf entstehen, muss aber nicht.
3. Ich arbeite regelmäßig mit meinen Händen.
Jeden Monat entstehen mindestens vier gefilzte Figuren. Sie erden mich und erinnern mich daran, dass Kreativität auch körperlich ist.
4. Ich veröffentliche meinen Großmütter-Kurs.
Es braucht manchmal nur wenig, um einem Kind Liebe zu zeigen. Der Kurs will raus, auch wenn er noch nicht perfekt ist.
5. Ich gebe meiner Stimme Raum.
Podcast oder Hörbuch – eines davon darf beginnen. Ich erlaube mir, nicht alles gleichzeitig zu wollen.
Meine To-Want-Liste – Privat
1. Ich erlaube mir, kreativ zu sein.
Zeichnen darf täglich Platz haben. Mindestens eine Stunde – nicht als Leistung, sondern als Nahrung für meine Seele.
2. Ich filze regelmäßig.
Zweimal pro Woche, einfach weil es mir guttut und mich beruhigt.
3. Ich bringe Ordnung in einen für mich wichtigen Raum.
Der Keller darf Schritt für Schritt leichter werden. Auch das ist ein inneres Aufräumen.
4. Ich ehre meine Mutter.
Ich besuche ihr Grab in München – bewusst, still und in meinem eigenen Tempo.
5. Ich verbinde mich mit der Erde.
Ein kleines Gemüsebeet darf entstehen. Nicht perfekt. Aber lebendig.
Was mir diese Liste gezeigt hat
Beim Schreiben wurde mir klar:
Ich will nicht unbedingt mehr.
Ich will stimmiger leben.
Mehr Rhythmus,
weniger Druck.
Mehr „das nährt mich“,
weniger „man müsste“.
Diese To-Want-Liste ist kein Vertrag.
Sie ist eine Einladung an mich selbst.
Vielleicht magst du dir auch eine schreiben.
Nicht für ein besseres Funktionieren –
sondern für ein stimmigeres Leben.
Wenn du gerne noch mehr "To-Want-Listen" lesen möchtest, dann findest du sie bei Judith Peters.

