12. Juni in 12 Bildern

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Heuschnupfenwetter. Da ich vorwiegend im Haus bleiben muss, nehme ich mir vor, meinem grossen Zwerg die Kleider zu filzen.

Die Sonne hat mich geweckt. Wie schön! Ich habe bei offenem Fenster tief und fest geschlafen. Normalerweise stehe ich früher auf, doch da ich keinen Wecker stelle, brauchte ich den Schlaf offenbar.

Ich mache mir einen Kaffee und lasse mir mein selbst gebackenes Brot aus Einkorn, Dinkelmehl und Haferflocken schmecken.

Während des Frühstücks "ziehe ich mir einen Zoom-Call rein". Ich konnte letzte Woche nicht dabei sein, da ich Besuch von Cornelia und Matthias hatte. Cornelia ist Lachtrainerin. Wir haben aber ohne Lachtraining sehr viel gelacht. Das kam bei uns automatisch.

Heute will ich endlich meinem grossen Zwerg die Kleider machen. Da er über 60cm gross ist, getraue ich mich nicht, einfach drauf los zu filzen. Bei den kleinen Zwergen geht das schon so Handgelenk mal pi. Hier mache ich aber eine Filzprobe 30x30cm mit genauen Angaben der benutzten Wolle.

Nach dem Auslegen der Wolle rolle ich sie in ein Baumwoll-Satintuch. Anschliessend kommt die Rolle in ein geriffeltes Gummituch, das den Filzprozess ein wenig beschleunigt. Ich lege die Rolle ins warme Wasser und rolle sie anschliessend auf dem Tisch mehrfach  ca. 30 Mal hin und her. Dazwischen kontrolliere ich den Filzprozess.

Nach mehrmaligen Kontrollieren schlage ich das Filzstück in einem Plastisack auf den Küchentisch, damit es die Konsistenz erhält, die ich haben will. Dann lege ich es aus und messe die Grösse, die es jetzt hat. Im Vergleich zur ausgelegten Form kann ich den Schrumpffaktor ausrechnen und weiss dann auch genau, wieviel Wolle ich für die Hose des Zwerges brauche.

Die Bauern sind draussen am Heuen. In der Nacht beginnt es zu regnen und so wollen sie alles noch unter Dach und Fach bringen. 

Als ich gestern nach Hause kam, sah ich, dass sie auch bei mir "Lärm gemacht haben". Sie haben mit dem Trimmer meinen ganzen Eingangsbereich getrimmt. Ich bedanke mich bei Sonja dafür, denn jetzt kann ich wieder auf meinem "Fyrabigbänkli" sitzen und über das ganze Tal schauen.

Bevor ich mich wieder ans Filzen mache, schaue ich bei den Bienen vorbei. Meinem neuen Ableger geht es gut. Die Bienen fliegen fleissig und bauen ihr Volk auf.

Mit der gleichen Methode wie die Filzprobe kreiere ich die Hose meines Zwerges. Wenn sie trocken ist, werde ich die einzelnen Locken noch separat hervor holen, so dass die Hose noch ein bisschen "erdiger" aussieht. Ich gehe davon aus, dass sie ihm gefallen wird.

Im Garten haben mir die Schnecken in der letzten Woche soo viel weggefressen. Jetzt bekommen wenigstens die Erdbeeren den Schutz der Holzwolle. Ich hoffe, dass die Schnecken sich an den Vertrag halten und sich nicht an ihnen gütlich tun.

So, dieses Abendessen habe ich mir verdient. Seit der "Baumfriseur" da war, kann ich die Aussicht bis über den Bodensee geniessen.

Das war ein schöner Tag im Juni, "gschaffig" und ergiebig. Ich freue mich auf den nächsten 12.

Antonia Müller

Ich heisse Antonia Müller. Ich wohne in der Ostschweiz in der Nähe von St.Gallen und dem Bodensee. Ich selber wie auch meine Kinder sind hochsensibel.  Als Lehrerin habe ich über dreissig Jahre mit hochsensiblen Kindern gearbeitet. Es ist mir ein Herzensanliegen, dass Kinder unbeschwert und ohne Druck aufwachsen dürfen. Hochsensible Kinder haben ein Anrecht darauf zu lernen, wie sie ihre Gabe der Hochsensibilität sinnvoll und kreativ in ihr Leben integrieren können.

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