Wer hinter Barbantos steht
Mein Name ist Antonia Müller und ich lebe im Appenzellerland in den Voralpen der Schweiz.
Ich bin Mutter von drei hochsensiblen Kindern, Grossmutter von drei hochsensiblen Enkeln und selbst hochsensibel.
Diese drei Perspektiven haben mir etwas gegeben, das kein Studium allein vermitteln kann: ein tiefes Verstehen von innen.
Warum Barbantos entstanden ist
Barbantos trägt die Kürzel meines Namens und vereint vieles von dem, was mich ausmacht: die Lehrerin, die Geschichtenerzählerin, die Filzkünstlerin und die Grossmutter.
Als mein ältester Sohn zur Schule kam, litt ich als Mutter. Er ging nicht gern hin, kam mit Lehrpersonen nicht zurecht, und andere Kinder lachten ihn oft aus – dabei erlebte ich ihn zu Hause als überaus neugieriges, hinterfragendes Kind, das wissen wollte, wie die Welt funktioniert. Diese Spannung zwischen dem Kind, das ich kannte, und dem, das die Schule zu sehen schien, hat mich nicht losgelassen.
Als ich selbst wieder zu unterrichten begann, fand ich eine Antwort – zuerst fast zufällig. Wenn ich den Kindern eine Geschichte erzählte, hörten sie zu. Wenn ich bereit war zuzuhören, wurden sie ruhig. Wenn wir uns gegenseitig zuhören konnten, war die Stimmung offen und entspannt. Daraus entstand ein Ritual: Wir setzten uns in einen Kreis. Im Kreis gehörte die Stimme jedem. Ein Kind, das etwas sagen wollte, setzte sich hinein und wartete, bis alle da waren.
Das Verhalten eines Kindes begann ich wie eine Geschichte zu lesen – und ich wollte die Geschichte dahinter verstehen. So entstand über viele Jahre eine Gesprächskultur, die ich bis heute für das Wertvollste halte, was ich je mit Kindern aufgebaut habe.
Was Kinder mich gelehrt haben
"Frau Müller, du erzählst uns so oft eine Geschichte – erzählst du mal eine über mich?"
Mit dieser Frage hat der kleine Matthias den Grundstein für meine Herzgeschichten gelegt. Ich schrieb in meiner Freizeit immer wieder Geschichten über meine Schülerinnen und Schüler, und nach meiner Pensionierung habe ich sie umgeschrieben und zu dem gemacht, was sie heute sind: "Geschichten, die hochsensiblen Kindern praktische Tipps geben und ihnen zeigen, dass sie mit ihren Gefühlen und Empfindungen nicht allein sind."
Die kleine weisse Schlange SinaMia begleitet Kinder durch schwierige Alltagssituationen. Zwerg Fridolin – den ich vor über zwanzig Jahren selbst gefilzt habe – hilft, wenn es ums Erden geht. Er ist mein Maskottchen, der Chef meines Zwergenreichs im Garten, und begleitet meine Arbeit auf Barbantos bis heute.
In der Einführungsgeschichte zur SinaMia-Reihe erfährst du, wie die kleine Schlange zu ihrem Namen kam und was sie zu ihrer Lebensaufgabe gemacht hat. Du kannst sie dir hier gratis herunterladen.

Die kleine weisse Schlange wohnt bei Grosi. Die Kinder kennen sie und wissen, dass sie ihnen hilft, wenn sie nicht mehr weiter wissen.
Mein Hintergrund
Über 30 Jahre Lehrerin auf der Unterstufe
Abschluss in Erziehungsberatung und Jugendpsychologie (IAP Zürich)
Weiterbildung in Systemischer Beratung am HISW Hamburg
Ausbildung zur Hochsensibilitätstrainerin bei Rolf Sellin
Heute
Ich lebe auf dem Land, die Natur ist meine Erholung. Ich schreibe Geschichten, filze Mutmachzwerge und Hosensackzwerge, illustriere meine Geschichten als Bilderbücher – und ich helfe Eltern und Grosseltern, ihre hochsensiblen Kinder zu begleiten.
Was mir wichtig ist
Hochsensibel zu sein bedeutet, dass die Kanäle zu deinen Sinnen offen sind. Du nimmst viel mehr wahr als viele deiner Mitmenschen. Du kannst Wichtiges von Unwichtigem nicht trennen. Du musst lernen, dich vor einer Überreizung der Sinne zu schützen.
Als junge Mutter bin ich immer "mehrgleisig gefahren". Das mache ich heute nicht mehr so intensiv. Ich lebe bewusst und geniesse meine Tätigkeiten.
Ich vermeide grosse Ansammlungen von Menschen, sei es im Zug zu Stosszeiten, sei es an Konzerten oder in Einkaufszentren . Ich halte mich oft und gerne in der Natur auf, geniesse Spaziergänge im Wald. Ich schaue, dass ich bewusst Freude erlebe. Ich vermisse meine Arbeit mit den Kindern, das unbeschwerte Lachen und die kindliche Freude.
Meine Fähigkeit, die Kanäle meiner Sinne offen zu halten nutze ich, indem ich meine Intuition immer mehr trainiere. Ich bilde mich weiter auf dem Gebiet der Intuition und der Numerologie, zwei alte Wissenschaften, die sich gut miteinander verbinden lassen. Durch Kurse von “access consciousness” von Gary Douglas und Dain Heer habe ich gelernt, Fragen zu stellen. So sehe ich in meinem Leben immer mehr die Möglichkeiten, die sich mir zeigen.
In all den Jahren mit Kindern, Eltern und mir selbst habe ich eines immer wieder gesehen: Hochsensible Kinder reagieren oft auf Dinge, die Erwachsene übersehen. Wenn wir bereit sind hinzuschauen, können sie uns viel über sich selbst – und manchmal auch über uns – zeigen.
Ich habe gelernt hinzuschauen und zuzuhören, ohne schnell zu urteilen. Meine Geschichten und Tipps sind deshalb sehr praxisnah: Sie lassen sich sofort in den Alltag übernehmen, weil sie dort entstanden sind – im echten Schulzimmer, mit echten Kindern, in echten Momenten.
