Bitte Teilen

Über mich

Ich heisse Antonia Müller. Ich wohne in der Ostschweiz zwischen Winterthur und St.Gallen. Es ist mir ein Herzensanliegen, dass Kinder unbeschwert und ohne Druck aufwachsen dürfen. Hochsensible Kinder haben ein Anrecht darauf zu lernen, wie sie ihre Gabe sinnvoll und kreativ in ihr Leben integrieren können.

Meine Geschichte

Das bin ich

Ich heisse Antonia Müller, bin 67 Jahre alt und lebe in der Schweiz in der Nähe des Bodensees.
Mein Leben ist bunt und spannend. Immer wieder werde ich herausgefordert, meine Komfortzone zu verlassen und neue, unbekannte Situationen auszuprobieren. Ich bin sehr kreativ und tue nur noch das, was mir Freude macht. Es macht mir Spass, Altes mit Neuem sinnvoll zu verbinden und dies als Herausforderung anzunehmen.

Das war nicht immer so....

Ich wuchs so auf wie viele Nachkriegskinder. Meine Eltern waren mit dem Aufbau einer neuen Existenz beschäftigt und als viertes von fünf Kindern hatte ich nicht viel zu sagen. Ich war damit beschäftigt, nicht aufzufallen, mich unsichtbar zu machen. Ich bewegte mich sehr leise, war verträumt und wurde oft dazu ermahnt, meine "Pflichten" ja nicht zu vergessen. Ja, ich gehörte irgendwie nicht dazu. Ich war sehr gefühlvoll und wurde wegen meiner "romantischen Ader" oft ausgelacht. Heute würde man sagen, dass ich hochsensibel bin.
Meine Empfindsamkeit liess mich sofort spüren, wenn es jemandem nicht gut ging. Dann tat ich alles, um zu helfen. Dies wurde zu einem meiner Lebensmuster. Wurde eines meiner Geschwister ausgeschimpft oder bestraft, dann litt ich meistens mehr als das betroffene.  
Mein Vater, ein Arzt in einer grösseren Schweizer Stadt, rief mich immer zu sich, wenn Kinder in der Praxis waren. Irgendwie gelang es mir, diese mit meiner Anwesenheit zu beruhigen. Er erwartete von mir, dass ich Ärztin wurde.

Mit meiner jüngeren Schwester hatte ich eine Art symbiotische Beziehung. Wir wurden oft für Zwillinge gehalten. Erst später, als ich erfuhr, dass ich tatsächlich ein allein geborener Zwilling war, verstand ich mein Verhalten in meiner Kindheit viel besser. Meine Schwester machte das, was ich mir immer wünschte zu tun. Ich dagegen zog mich immer mehr zurück.  

Meinen emotionalen Rückzug, der immer stärker wurde, je älter ich war, glich ich in jähzornigen Anfällen ab. In unserer "Hofgemeinschaft" war ich der Chef, ich war herrisch und bestimmte, was gespielt wurde. Bis ich mich einmal über einen Jungen aus unserer Gruppe stellte. Ich wusste instinktiv, dass das, was ich tat, nicht richtig war. Und doch stand ich wie unter einem Zwang, ihn zu demütigen. Erst später realisierte ich, dass ich genau das widerspiegelte, was ich zu Hause jeden Tag erlebte und worunter ich unsäglich litt. Damals habe ich mich sehr geschämt. Es vergingen Jahrzehnte, bis ich mich getraute, das Thema "Demütigung - Demut" mit einem Therapeuten zusammen anzuschauen und mir selber zu verzeihen.

Erwachsenen gegenüber war ich immer sehr scheu und zurück gezogen. Als Teenager habe ich Bücher verschlungen. Ich hatte immer ein Buch bei mir. Es gab mir das Label "unansprechbar, lesend". Als junge Erwachsene kompensierte ich meine Zurückgezogenheit, indem ich kreativ war. Als hochsensibler Scannertyp war ich an vielen Dingen interessiert und besuchte unzählige handwerkliche und künstlerische Kurse.
Erst nach dem Tod meines Vaters getraute ich mich zu sagen, dass ich davon träumte, Goldschmiedin zu sein. Damals aber war das noch ein Männerberuf; Frauen hatten es sehr schwer, Fuss zu fassen. Da zu dieser Zeit gerade  akuter Lehrermangel war, lernte ich denn auf Anraten der Berufsberatung den Beruf der Lehrerin.

Das Beste, was mir passieren konnte....

Mit dem Lehrberuf tat sich mir eine wunderbare Welt auf. Ich konnte für junge Menschen da sein, ohne missionarisch zu wirken. Durch meine eigenen schlechten Erfahrungen mit dem Lernstress konnte ich den Kindern Tore öffnen zum lustvollen Lernen. Ich zeigte ihnen, welche Möglichkeiten sich auftun können.  Ich bin ein sehr kreativer Mensch, sowohl geistig als auch handwerklich. Damals war ich mein eigener Chef und konnte mir meine Arbeitsthemen selber aussuchen. Mit meiner Begeisterungsfähigkeit konnte ich alles in den Unterricht reinpacken, was mir gefiel. So wurde mein Beruf zu meiner Berufung. Ich durfte in vielen Projekten kreativ sein, so wie ich es mir wünschte.
Ich merkte sehr schnell, dass es Kinder gibt, die nicht in den allgemeinen Klassenverband passen. Ich bin selber Mutter von hochsensiblen Kindern und weiss, wie wichtig es ist, solche Kinder und deren Eltern zu verstehen. Mit meiner zusätzlichen Ausbildung als Kinderpsychologin spezialisierte ich mich auf hochsensible und ADHS diagnostizierte Kinder. Mit meiner eigenen Erfahrung konnte ich vielen Kindern helfen, sich im Leben zurecht zu finden. Ich zeigte ihnen, wie sie mit ihrer Hochsensibilität umgehen können, so dass diese zu einem grossen Geschenk wird.

So bin ich früher mit meiner Hochsensibilität umgegangen

Als ich Kind war, gab es diesen Begriff noch nicht. Wir mussten gehorchen und wer das nicht tat, der wurde bestraft. Das war ganz einfach. Die Bestrafung war oft eine Demütigung, ein "Kleinmachen". Hier ein kleines, doch typisches Beispiel:
Ich war etwa fünf Jahre alt, ein kleines, herziges, verspieltes Mädchen. Ich sang oft und gerne die Lieder, die ich im Kindergarten lernte. An einem Morgen kam ich nach Hause und mein Vater wollte, dass ich das Lied "Gling gling gling, die Poscht isch da" singe. Ich wollte aber nicht und sagte das auch. Daraufhin musste ich mich in die Ecke stellen, dort, wo mich alle sehen konnten, die in die Wohnung kamen. Mein Vater kam immer wieder und fragte, ob ich jetzt bereit sei, doch ich blieb standhaft. Erst als ich merkte, dass meine Geschwister aus der Schule kamen, da sang ich ihm unter Tränen das Lied vor. Innerlich schwor ich mir, mich nie, nie wieder zu zeigen, nie wieder zu zeigen, was ich konnte und was mir Spass machte. Heute weiss ich, dass solche Schwüre verhängnisvoll sind. Aus ihnen entstehen Glaubenssätze und Verhaltensweisen, die einen das ganze Leben lang behindern können.

Wenn ich zurück denke, glaube ich, dass meine Generation, die der Nachkriegskinder, ganz stark gelitten hat. Gewalt und Demütigungen waren an der Tagesordnung. Auch in der Schule. Ich habe oft heimlich geweint. Offen durfte ich das nicht; ich wurde sonst ausgelacht. Es wurden oft dumme Sprüche gemacht, so dass ich schnell lernte, meine wahren Gefühle nicht zu zeigen. So übernahm ich automatisch das Überlebensmuster meiner Eltern, für die es im Krieg lebenswichtig war, ihre Gefühle zu verbergen.
Mein Vater war sehr streng. Er wollte, dass wir Kinder etwas lernen. Ich musste immer lernen, und ich war nie gut genug. Spielen war Zeitverschwendung. So lernte ich, in zwei Welten gleichzeitig zu leben. Die Welt meiner Familie, wo Konkurrenz, Durchsetzung und Gehorsam sehr wichtig waren und meine innere Welt, in der ich mich frei bewegen durfte, wo ich mit Zwergen und Kobolden spielte und wo alle freundlich und lieb zu einander waren.
Ich merkte sehr früh, dass es nicht so gut war, wenn ich meine Interessen offen zeigte. Waren das Dinge, die mein Vater sinnvoll fand, dann wurde ich mit Büchern über das besagte Thema zugedeckt. War er nicht so begeistert, dann wurden Verbote ausgesprochen. So lebte ich halt viele meiner Interessen im Verborgenen. Ich strickte und nähte für mein Leben gern: alles unter dem Tisch. Meine Comics las ich auf dem Klo, die anderen Bücher versteckte ich. Meine musikalischen, handwerklichen und künstlerischen Begabungen konnte ich erst in meinem Beruf als Lehrerin voll ausüben. 
In mir entstand mit der Zeit eine ganz grosse Spannung. Das ständige Hin und Her zwischen meinen Welten, das immerwährende "Auf-der-Hut-sein" forderte seinen Tribut. Ich war oft krank und ich begann zu lügen. Das Lügen war nicht aus bösem Willen, nein, es war eine Anpassung an die Welt der Erwachsenen. Mit dieser Anpassung belog ich vor allem mich selber. 
Heute wäre ich in der Schule ein klares ADHS-Kind. Ich bin überzeugt, dass meine Situation "verschlimmbessert" worden wäre , hätte man diesen Ausdruck
schon früher gekannt. Vielleicht hätte ich Medikamente bekommen und mich dann so angepasst, dass die Erwachsenen zufrieden gewesen wären. Ich weiss aber sicher, dass ich kein ADHS habe, sondern dass ich einfach nicht gelernt habe, mit meinen Begabungen adäquat umzugehen. Sie haben damals nicht in die Zeit gepasst.

So gehe ich heute mit meiner Hochsensibilität um....

Hochsensibel zu sein bedeutet, dass die Kanäle zu deinen Sinnen offen sind. Du nimmst viel mehr wahr als viele deiner Mitmenschen. Du kannst Wichtiges von Unwichtigem nicht trennen. Du musst lernen, dich vor einer Überreizung der Sinne zu schützen.
Als junge Mutter bin ich immer "mehrgleisig gefahren". Das mache ich heute nicht mehr. Ich lebe bewusst und geniesse meine Tätigkeiten.
Ich vermeide grosse Ansammlungen von Menschen, sei es im Zug zu Stosszeiten, sei es in Einkaufszentren oder an Konzerten. Ich halte mich oft und gerne in der Natur auf, geniesse Spaziergänge im Wald. Ich schaue, dass ich bewusst Freude erlebe. Ich vermisse meine Arbeit mit den Kindern, das unbeschwerte Lachen und die kindliche Freude.
Meine Fähigkeit, die Kanäle meiner Sinne offen zu halten nutze ich, indem ich meine Intuition immer mehr trainiere. Ich bilde mich weiter auf dem Gebiet der Intuition und der Numerologie, zwei alte Wissenschaften, die sich gut miteinander verbinden lassen. 

Wenn du gerne wissen möchtest. ob dein Kind auch hochsensibel ist, dann lade dir doch hier meine Testfragen herunter.

Das bin ich heute....

Filzerin

Nach einem schweren Burnout beschloss ich, mein Hobby, das Filzen von Zwergen, auszubauen. Ich absolvierte eine Ausbildung zur Filzerin und durfte einige der bekannten Filzerinnen der Szene kennen lernen. In meinem Atelier gebe ich heute Kurse. Ich merkte sehr schnell, dass das Bearbeiten der Wolle mit Seife und Wasser einen therapeutischen Einfluss auf mich hatte. So lernte ich, meine Ungeduld mir selber gegenüber zu kontrollieren und mich dadurch auch anzunehmen. Wenn ich filze, kann ich mich selber besser kontrollieren und meine Mitte finden. Wenn ich etwas Schönes gefilzt habe, bin ich vollkommen im Einklang mit mir selber.

Heilsteinberaterin

Steine haben eine Kraft, wie Pflanzen auch. Je nachdem, wie sie geboren und zusammengesetzt sind,  helfen die Steine unterschiedlich. Mich haben sie immer schon fasziniert und so liess ich mich in analytischer Steinheilkunde nach Michael Gienger ausbilden. Gerade für hochsensible Menschen können Steine hilfreiche Begleiter sein. Sie gleichen sehr oft aus, je nachdem, ob man etwas zu viel hat oder zu wenig. Ein Meteoritenstein z.B. vermittelt sehr viel Kraft und Durchsetzungsvermögen, während ein Sedimentgestein eher in Situationen eingesetzt wird, wo es um Druck und Begrenzungen geht. Ein Gestein, das mehrere Millionen Jahre in der Tiefe der Erde geruht hat, hat eine andere Wirkung als der Brocken, der aus dem Vulkan herausgeschleudert und im Meer schockartig abgekühlt wurde.
Anstatt in den Medikamentenschrank greife ich heute lieber zu einem Stein mit dem passenden ätherischen Oel. Ich vergesse jedoch nicht, bei ernsthaften Erkrankungen einen Arzt aufzusuchen. Die  Steinheilkunde
 ist für mich ein sehr faszinierendes Thema.

Expertin für hochsensible und ADHS diagnostizierte Kinder

Ich kenne die Hochsensibilität von verschiedenen Seiten: Ich bin selber hochsensibel, ich habe hochsensible Kinder und ich habe über dreissig Jahre lang als Lehrerin gearbeitet. In der Arbeit mit mir selber und mit so vielen Eltern habe ich gesehen, dass diese Kinder uns oft das spiegeln, was wir bei uns selber nicht gerne anschauen. Diese Schattenseiten werden uns durch sie gezeigt. Ich selber wäre wahrscheinlich ein ADHS-Kind gewesen, ebenso einer meiner Söhne. Dadurch habe ich gelernt, zuzuhören und hinzuschauen. Mit meinen ganz praktischen Tipps habe ich diesen Kindern geholfen, sich im Alltag zurecht zu finden. In meiner Lehrerinnenzeit sind Geschichten entstanden, die ich in den letzten Jahren umgeschrieben habe für hochsensible Kinder. Darin gebe ich praktische Tipps, die sofort in den Alltag umgesetzt werden können. 

Hier kannst du dir die Einführungsgeschichte der sinamia-Reihe herunterladen. Gleichzeitig bekommst du auch noch den Mini-Ratgeber geschenkt, den du dir auch gratis herunter laden kannst.

Mein beruflicher Werdegang

1974                  Abschluss Oberseminar in Zürich

1978                  Abschluss Institut für Angewandte Psychologie in
                          Erziehungsberatung und Jugendpsychologie

1977 -1979        Deutschunterricht für vietnamesische Flüchtlinge

1985 - 1992       Aufbau und Leitung der Spielgruppe “Chinderbudeli”

1990 - 2011       Lehrerin in diversen Gemeinden auf verschiedenen Schulstufen

1995 - 1999      Aufbau und Leitung der Kindertheatergruppe “Kommödli”

2005 - 2007    Weiterbildung in systemischer Beratung am HISW Hamburg

2011 - 2014        Ausbildung zur Filzerin bei Maya Stenz in Cabbiolo TI, Schweiz.
                           Kurse bei Rutsuko, Annette Quentin-Stoll, Beate Bossert,
                           Barbara Westerath, Judith Poc, Maria Sohm u.a.

2014 - 2015       Weiterbildung "Hochsensibilität" bei Rolf Sellin für 
                           Erzieherinnen und Lehrerinnen 

2014 - 2016       Ausbildung zur Heilsteinberaterin (nach Michael Gienger)

>